Deutscher Gewerkschaftsbund

Ehrenamt

Gewerkschaftliche Freiwilligkeit in der Selbstverwaltung

Ehrenamt und Freiwilligkeit sind in den letzten Jahren zu bedeutenden Themen in der öffentlichen und fachlichen Diskussion geworden. So hat der deutsche Bundestag eigens eine Enquete-Kommission ins Leben gerufen, die sich mit den Rahmenbedingungen des bürgerschaftlichen Engagements und seiner Weiterentwicklung befasst hat. Grund für die Neubesinnung auf das Ehrenamt ist die Erkenntnis, wie der Politikwissenschaftler und freie Publizist Warnfried Dettling beschrieb, dass eine gute Gesellschaft die sichtbare Hand des Staates, die unsichtbare Hand des Marktes und die vielen sichtbaren und unsichtbaren Hände derer braucht, die füreinander und für andere etwas unternehmen.

Gewerkschaftliche SelbstverwalterInnen

Die Unternehmung des Selbstverwalters besteht darin, die Versicherteninteressen zu erfassen, zu transportieren und für ihre Belange einzustehen. Diese Aufgabe kann am besten von solchen Personen ausgefüllt werden, die auch in Kontakt stehen mit den Versicherten und über eigene Erfahrungen mit dem System verfügen. Also von Personen die sich auskennen in mehr als dem "eigenen Laden". Gewerkschaftliche SelbstverwalterInnen sind in der Regel zugleich Betriebsräte, Personalräte, Vertrauensleute, SchwerbehindertenvertreterInnen und politisch aktive Senioren. Sie haben täglich Kontakt mit Versicherten. Menschen, die ihnen berichten, welche Erfahrungen sie mit ihrer Sozialversicherung machen, wo es Probleme gibt, wo Leistungen oder der Service nicht stimmen. GewerkschaftsvertreterInnen entscheiden also nicht am "grünen Tisch", sondern vor dem Hintergrund ihres Wissens über die Lebenslagen der Menschen.

Solidarische Bürgerversicherung

Die Ehrenamtlichkeit der SelbstverwalterInnen schützt vor willfährigem "Abnicken", da ihre wirtschaftliche Existenz anderweitig sichergestellt ist. Darüber hinaus basiert das Ehrenamt auf Freiwilligkeit. Wer sich zur Verfügung stellt, ist erfahrungsgemäß engagiert und bereit, Verantwortung zu übernehmen.


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Sozialwahl 2017: Großes bewegen.
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