Deutscher Gewerkschaftsbund

Rente

Gestaltungsziele in der Gesetzlichen Rentenversicherung

DGB Sozialwahl Rentenversicherung

Die Bundesregierung hat den Charakter der gesetzlichen Rentenversicherung grundsätzlich verändert: Statt der Sicherung des Lebensstandards steht ein möglichst niedriger Beitragssatz im Zentrum dieser Politik. Dies bedeutet tiefgreifende Leistungseinschnitte. Das Rentenniveau ist seit dem Jahr 2000 bereits um rund zehn Prozent gesunken und soll dauerhaft weiter sinken, wenn die Politik nicht endlich gegensteuert. Der Grundsatz „Reha vor Rente" ist beschädigt, da die Regierung Höchstgrenzen für Rehabilitationsleistungen festgelegt hat. In dieser Situation sind SelbstverwalterInnen, die die große Bedeutung einer leistungsstarken gesetzlichen Rentenversicherung überzeugend darstellen können, wichtiger denn je.

Die Gewerkschaften setzen sich ein
  • für einen grundsätzlichen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Das gesetzliche Rentenniveau muss stabilisiert werden. Langfristig muss das Rentenniveau deutlich erhöht werden.
  • für eine Ausweitung des Versichertenkreises und die Weiterentwicklung der Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung unter Vertrauensschutz für die Ansprüche, die bereits erworben wurden.
  • für eine Rentenversicherung, die in der Lage ist, die modernen, sich flexibilisierenden Erwerbsverläufe so abzusichern, dass die Versicherten im Alter auskömmliche Renten erhalten.
  • für eine Stärkung des Prinzips, dass „Rehabilitationsleistungen vor Rentenleistungen" erbracht werden.
  • für eine weitere Verbesserung der Qualitätssicherung und -kontrolle in der Rehabilitation.
  • für den Ausbau der Beratung für Beschäftigte und Arbeitgeber, z.B. in Bezug auf Rehabilitation, betriebliches Eingliederungsmanagement und Altersvorsorge.

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